Für die Behandlung der Sozialen Angststörung ist die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie eine der effizientesten Behandlungsmethoden. Bei der kognitiven Verhaltenstherapie handelt es sich um eine wissenschaftlich anerkannte Form der Psychotherapie. In der Therapie werden nicht-zielführende und negative Denk- und Verhaltensmuster identifiziert und verändert. Die kognitive Verhaltenstherapie basiert auf dem Prinzip, dass die Art und Weise, wie wir über Dinge denken, unser Verhalten und unsere Emotionen beeinflusst, nicht die Dinge selbst. Die Techniken fördern die Selbstwahrnehmung (d.h. mehr Bewusstsein darüber, wie wir denken) und ändern die unrealistischen und nicht nützlichen Denkprozesse. Wenn man anders denkt, ändert man auch seine Emotionen und sein Verhalten. Dieser Ansatz kann nun auf alle psychischen Störungen angewendet werden. Die kognitive Verhaltenstherapie für die Soziale Angststörung besteht im Grunde aus vier Behandlungskomponenten, das heisst aus vier Bereichen, die in der Therapie behandelt werden. In diesem Bereich haben Sie die wichtigsten Informationen zu der Sozialen Angststörung kennengelernt. Nun folgen in diesem Kapitel bereits detailliertere Informationen zu den weiteren drei Bereichen, nämlich: «Realistisch denken», «Die Aufmerksamkeit trainieren» sowie «Die Realität testen». Falls es also etwas viel Information aufs Mal sein sollte, keine Sorge. Die Inhalte werden in den folgenden Sitzungen wieder aufgegriffen, wiederholt und vertieft.